Gabriel Fauré, Gérard Pesson, Gordon Williamson, Flex Ensemble - Flex Horizon (2026) [Hi-Res]

Artist: Gabriel Fauré, Gérard Pesson, Gordon Williamson, Flex Ensemble
Title: Flex Horizon
Year Of Release: 2026
Label: NEOS Music
Genre: Classical
Quality: flac lossless (tracks) / flac 24bits - 48.0kHz +Booklet
Total Time: 00:57:07
Total Size: 235 / 531 mb
WebSite: Album Preview
TracklistTitle: Flex Horizon
Year Of Release: 2026
Label: NEOS Music
Genre: Classical
Quality: flac lossless (tracks) / flac 24bits - 48.0kHz +Booklet
Total Time: 00:57:07
Total Size: 235 / 531 mb
WebSite: Album Preview
01. Gabriel Fauré: Piano Quartet No. 2, in G minor, Op. 45 - I. Allegro molto moderato
02. Gabriel Fauré: Piano Quartet No. 2, in G minor, Op. 45 - II. Allegro molto
03. Gabriel Fauré: Piano Quartet No. 2, in G minor, Op. 45 - III. Adagio non troppo
04. Gabriel Fauré: Piano Quartet No. 2, in G minor, Op. 45 - IV. Allegro molto
05. Gérard Pesson: Flex Horizon
06. Gordon Williamson: Haunted Lullaby
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Mit Flex Horizon verbindet das Flex Ensemble musikalische Geschichte und Gegenwart zu einem vielschichtigen Dialog über Erinnerung, Verwandlung und künstlerische Kontinuität. Ausgangspunkt ist Gabriel Faurés Klavierquartett Nr. 2 g-Moll op. 45 – ein Schlüsselwerk seiner Kammermusik, voller Energie, lyrischer Weite und harmonischer Raffinesse.
Das 1885/86 entstandene Quartett zeigt Fauré auf dem Weg zu jener unverwechselbaren Tonsprache, die sein späteres Schaffen prägen sollte. Leidenschaftliche Bewegung und orchestrale Klangfülle treffen auf feinste Nuancen und Momente fast schwereloser Innerlichkeit. Im Zentrum steht das berühmte Adagio, dessen charakteristisches Glockenmotiv auf eine Jugenderinnerung Faurés zurückgeht und die Musik in einen entrückten Raum zwischen Erinnerung und Gegenwart versetzt.
Mehr als ein Jahrhundert später wird dieses Werk zum Ausgangspunkt für Gérard Pessons Flex Horizon, geschrieben für das Flex Ensemble. Pesson greift Faurés Musik nicht als historisches Zitat auf, sondern lässt Fragmente, Gesten und harmonische Spuren wie Erinnerungsbilder in seiner eigenen Klangsprache erscheinen. Pizzicati, schwebende Texturen, Glissandi, rhythmische Energie und kurze Reminiszenzen bilden eine Musik, in der sich Nähe und Ferne, Vertrautes und Neues fortwährend überlagern. Der Horizont wird dabei zum poetischen Bild: als Grenze des Sichtbaren und zugleich als Versprechen eines Raumes dahinter.
Eine weitere Verbindung zu Fauré führt über Maurice Ravel. Dessen 1922 entstandene Berceuse sur le nom de Gabriel Fauré war eine persönliche Hommage an seinen ehemaligen Lehrer. Gordon Williamson nimmt diese Miniatur in Haunted Lullaby zum Ausgangspunkt einer klanglich neu gedachten Fassung. Präparierte Klavierklänge, Flageoletts, Bogengeräusche, geflüsterte Stimmen und extreme Register lassen Ravels Musik in immer neuen Farben aufscheinen.
Flex Horizon ist damit weit mehr als die Gegenüberstellung dreier Generationen. Das Album erzählt davon, wie Musik weiterwirkt: als Erinnerung, Inspiration und Material für Neues. Das Flex Ensemble macht diesen Resonanzraum hörbar – mit Fauré als historischem Horizont und Pesson und Williamson als ebenso eigenständigen wie subtilen Antworten aus der Gegenwart.